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Die Geschichte der HG Winsen

Was bisher geschah…..

die Spielgemeinschaft HG Winsen entstand 1973, als die Handballabteilungen des MTV Winsen (jetzt TSV Winsen) und des HSV Stöckte zusammengelegt wurden.

Im MTV Winsen wurde bereits seit 1924 Handball gespielt. Als 1968 dann auch der HSV Stöckte eine eigene Handball- abteilung gründete, wurde den Verantwortlichen schnell deutlich, dass in einer Kleinstadt wie Winsen nur eine Zusammenlegung beider Abteilungen eine Weiterentwicklung des Handballsports ermöglichen würde. Auslöser war unter anderem, dass in der Saison 1972/73 der HSV Stöckte punktgleich mit dem MTV (aber mit dem besseren Torverhältnis) auf dem zweiten Tabellenplatz in der 1. Kreisklasse stand. Der Zweitplatzierte durfte in die Bezirksklasse aufsteigen. Hier zählte aber das Torverhältnis nicht, es musste ein Entscheidungsspiel ausgetragen werden. Dieses Spiel gewann der MTV mit 11:9 Toren. In dieser Mannschaft waren aber nicht alle Spieler begeistert, sich in der Bezirksklasse zu „quälen“ und so stand keine komplette Mannschaft zur Verfügung.

Am 12.07.1973 fand daher die Gründerversammlung der HG Winsen, damals noch SG Winsen, statt. Erster Vorsitzender war damals Addi Falken. Weitere Mitglieder des Vorstandes Annegret Schween (2. Vorsitzende und Schriftwartin), Karl-Horst Buschmann (Pressewart), Wolfgang Würthele (Kassenwart), Günter Schween (Jugendwart) und Hartmut Großmann (Spielwart).

Die vorrangigen Ziele waren eine gezielte Förderung der Jugendarbeit sowie eine Weiterentwicklung im Erwachsenen- bereich. Die Mannschaften der HG Winsen konnten mit den „Großen“ im Kreis, dem MTV Eyendorf und dem TVV Neu Wulmstorf mehr als mithalten. Auch das Ziel, Handball als Breitensport anzubieten ist mehr als gelungen. In vergangenen Jahren hatten wir zeitweise sechs Herren- und vier Damenmannschaften am Start. Der Zusammenhalt war von Anfang an gut, die Teilnahme am Neuenburger Pfingstturnier wurde Tradition.

Bereits am 26. August 1973 trat die neue 1.Herren zu einem Kleinfeld-Pokalturnier in Bardowick an und belegte den 1. Platzt!

A - Jugend 1977 - v.l. oben: H.Rieckmann, Brokop, Lübbe, Bruhn, Th. Rieckmann, Ließke, Bunge, Meyer, Kutzschbach, J. Wendisch

Im Jahr 1977 schaffte die 1. Herren das erste Mal den Aufstieg in die Heideliga, bereits ein Jahr später wurde der Sprung in die Verbandsliga geschaffte. Hier hielt sich das Team vier Jahre lang, bevor es 1982 zurück in die Heideliga ging. Allerdings ließ in diesem Jahr die B-Jugend auf vielversprechenden Nachwuchs hoffen: sie wurde nämlich Niedersachsenmeister!

1984 schafften die Herren wieder den Sprung in die Verbandsliga, 1986 ging es in die Oberliga. Zwei Jahre später wurde die Saison mit dem 2. Tabellenplatz abgeschlossen, der zu Aufstiegsspielen zur Regionalliga berechtigte! Das Gymnasium entwickelte sich zur „Hölle an der Luhe“, die Halle tobte. Zeitweise waren mehr als 600 Zuschauer in der Halle, heute kaum vorstellbar. Trotzdem reichten die Einnahmen nicht, um eine Regionalliga-Mannschaft zu finanzieren, der Förderkreis wurde gegründet, um die HGW finanziell zu unterstützen.

Leider kam es nach bereits kurzer Zeit zu Querelen innerhalb und im Umfeld der Mannschaft, der Absturz begann. Die Mannschaft erreichte leider nur den drittletzten Tabellenplatz und stieg ab. Die Saison 1989/90 verlief nicht besser, ein nochmaliger Abstieg führte praktisch zu der Auflösung der Mannschaft. Von der alten Garde blieben nur drei Spieler der HG treu. Mit einer neu gebildeten Herrenmannschaft wurde in der 2. Bezirksklasse neu begonnen. Innerhalb von zwei Jahren gelang wieder der Aufstieg in die Heideliga, in der die Mannschaft bis zum Ende der Saison 2001/02 spielte.

Wie schon einmal führte Uneinigkeit dazu, dass die 1. Herren aufgelöst und die verbliebenen Spieler in die 2. Herren eingegliedert wurden. Die neue 1. Herren startet nun in der Saison 2003/04 in der 1. Kreisklasse und kämpft sich hoffentlich wieder nach oben!!!

1. Damen (1974) - v. l. Schween, Heidebrunn, Westermann, Ziegler, Wiegeler, Harms, Falken, Monien, Großmann, Rademacher

Im Damenbereich verlief der Aufstieg ruhiger, dafür waren aber auch keine totalen Abstürze vorhanden. 1982/83 erfolgte der Aufstieg in den Bezirk, wo die Damen 1983/84 sogar Bezirksmeister wurden. Die Aufstiegsspiele in die Heideliga gelangen auf Anhieb und 1985 erfolgte sogar der Aufstieg in die Oberliga.

Leider mussten einige Spielerinnen krankheitsbedingt oder aus beruflichen Gründen aufhören, der Abstieg in die Heideliga war nicht zu vermeiden. Hier hielt sich die Mannschaft jedoch für die nächsten Jahre, bis Ende der 80er Jahre die meisten Spielerinnen weggingen. Die kurzerhand gebildete „Notmannschaft“ aus ganz jungen Spielerinnen stieg in den Bezirk ab. Am Ende der letzten Saison (2001/02) wurde der 5. Tabellenplatz erreicht und durch glückliche Umstände (es soll ja auch ein bisschen spannend sein!) startete die 1. Damen in der neuen Saison wieder in der Heideliga. Leider Haben es die Damen nicht geschafft die Heideliga zu halten. In der Saison 2003/04 spielen sie wieder in der 1. Bezirksklasse.

Bei der Gründung der HG 1973 war klar, dass erfolgreiche Seniorenmannschaften einen guten Unterbau aus der Jugend benötigen. Ziel war es also auch, die Jugendmannschaften zu fördern. Zu Anfang konnten 5 Jugendmannschaften gemeldet werden, lange Zeit gelang es nicht, alle Jahrgänge zu besetzen. Eine Ausnahmemannschaft war 1982 die männliche B-Jugend, die Landesmeister wurde und später den Grundstock für die erfolgreiche Herrenmannschaft bildete.

Das war aber auch wirklich die Ausnahme, lediglich mit der weiblichen A-Jugend gelang es, eine Mannschaft dauerhaft im Bezirk zu platzieren.

1986 wurde deshalb ein Konzept entworfen, mit dem es gelingen sollte, alle Jahrgänge durchgängig zu besetzen und innerhalb von 5 Jahren mit allen Jugendmannschaften im Bezirk zu starten. Bereits 1990 waren alle sportlichen Ziele erreicht, die Saison wurde mit fünf Kreismeistertiteln, drei Kreispokalsiegern, einem Bezirksmeister sowie einem dritten Platz bei der Niedersachsenmeisterschaft abgeschlossen. Gleichzeitig stiegen drei Mannschaften in die Bezirksklasse auf.

Ab 1991 spielten all älteren Jugendmannschaften im Bezirk, die männliche B-Jugend nahm 1992 und 1994 sogar am Spielbetrieb der Bezirksoberliga teil. In den folgenden Jahren wurden eigentlich immer zwei Kreismeister gestellt.

Wie wichtig eine gut ausgebildete Jugend ist, hat die HG dann 1990 erfahren, als sie durch die Abmeldung der 1. Herren aus der Verbandsliga und dem Weggang von einigen Leistungsträgerinnen aus der 1. Damen vor dem Aus stand. Durch geschickte Planung und viel Engagement wurde auf junge Spieler(innen) zurück gegriffen, die alle Bezirksklassenerfahrung hatten. Anfang der 90er Jahre stellte die HG Winsen jeweils die jüngsten Teams im Damen und Herrenbereich. Das Konzept der Jugendarbeit war aufgegangen!

Leider hat sich die Situation im Jugendbereich wieder verschlechtert. Nur mit Mühe können einige Jahrgänge besetzt werden. Das Freizeitangebot ist zu groß, Handball ist nur eine (dafür aber sehr schöne) Möglichkeit, Sport zu betreiben.

Seit 1988 gibt es die Mini-Mannschaft bei der HG Winsen und seit dem Jahr 2003 sogar die Supermini-Mannschaft. Mit vereinfachten Regeln, kleinerem Feld und viel Spaß wird den Kleinsten der Sport näher gebracht. Wer weiß, was für Talente sich daraus entwickeln?)

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